„Anerkennung trägt wesentlich zur Attraktivität des Ehrenamtes bei“

Ganz dabei! – Ehrenamt trifft Hauptamt – rund 50 Teilnehmer kamen zur Tagung für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter auf den Waldbreitbacher Klosterberg

20.10.2010

Waldbreitbach. „Ehrenamtliche wollen als vollwertige Teammitglieder gesehen werden“, betonte Corinna Cassens, die Bildungsbeauftragte des Neuwieder Hospiz e.V. bei der Tagung Ganz dabei! – Ehrenamt trifft Hauptamt Mitte August im Bildungs- und Tagungshaus der Waldbreitbacher Franziskanerinnen. Sie erwarteten Weiterbildungsmöglichkeiten, Wertschätzung für ihr ehrenamtliches Engagement, und sie wollten ernst genommen werden. In ihrem Vortrag sprach sich Corinna Cassens für klare Strukturen bei der Mitarbeit von Ehrenamtlichen aus. „Es ist wichtig, die Ziele festzulegen und die Erwartungen zu klären, die aneinander gestellt werden“, so ihre Erfahrung. Diese Punkte sollten Haupt- und Ehrenamtliche zu Beginn ihrer Zusammenarbeit klären. Ganz besonders wichtig war den rund 50 Teilnehmern, die im Hospizbereich, in der Altenhilfe, in Krankenhäusern und ambulanten Diensten Schwerstkranke und Sterbende begleiten, noch ein weiteres:. „Anerkennung trägt wesentlich zur Attraktivität des Ehrenamtes bei“, so Cassens. 

Bewegung in die Tagung brachte Klaus Aurnhammer, der Seelsorger der Palliativstation des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth Saarlouis, als er die Teilnehmer dazu aufforderte von den Stühlen aufzustehen und verschiedene Haltungen einzunehmen. In seinem Vortrag Haltung in der Zusammenarbeit Ehrenamt und Hauptamt ermunterte er die Anwesenden nachzuspüren, welche Haltung sie prägt. Die Einstellung, mit der sie Sterbenden und Schwerstkranken begegneten, sei unter anderem geprägt von Achtsamkeit, Wertschätzung, Einfühlungsvermögen und Entschiedenheit. Hinzu komme das Erkennen der eigenen Grenzen. „Im Umgang mit Menschen, die an die Grenze ihres Lebens kommen, stoßen auch die Begleiter an ihre Grenzen“, weiß Aurnhammer, der überzeugt ist, dass sich die Haltung, „die wir Sterbenden gegenüber einnehmen, auch im alltäglichen Umgang von Haupt- und Ehrenamtlichen widerspiegelt.“

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