„Im Nachhinein ist man froh vorgesorgt zu haben“

Während der Informationsveranstaltung zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung im St. Elisabeth Seniorenwohnhaus in Straßenhaus erklärte Georg Beule, Leiter der Stabsstelle Ethik und Werte in der Marienhaus GmbH, was man zu beachten hat, wenn man heute festlegen möchte, was mit einem im Krankheitsfall oder am Lebensende geschieht. FOTO: Franziska Sprenger

03.04.2012

Straßenhaus. Was passiert, wenn ich ins Krankenhaus muss und nicht mehr ansprechbar bin? Wer entscheidet, wenn ich im Alter nicht mehr selbst meinen Willen äußern kann? „Heute kann man für fast jeden Fall eine persönliche Regelung festlegen“, so Georg Beule. Der Theologe ist Leiter der Stabsstelle Ethik und Werte und informierte Mitte März im Marien Seniorenheim in Straßenhaus über die Möglichkeiten einer Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung. Zu diesem Informationsabend hatten die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung und das Marien Seniorenheim alle Interessierten eingeladen. Ihnen erklärte Beule, was sie zu beachten haben, wenn sie heute festlegen möchten, was mit ihnen im Krankheitsfall oder am Lebensende geschieht. Mit einer Vorsorgevollmacht kann man beispielsweise eine oder mehrere Personen bestimmen, die für einen entscheiden, wenn man selbst seinen Willen nicht mehr ausdrücken kann. Zusätzlich bietet eine Patientenverfügung die Möglichkeit festzuschreiben, wie Ärzte, Angehörige und Betreuer in konkreten Situationen zu entscheiden haben. Dabei sollte man seine Vorstellungen vorsichtig und überlegt formulieren. „Wenn ich gesund bin, weiß ich vielleicht nicht zu hundert Prozent, was ich wirklich in der entsprechenden Lage möchte“ erläuterte Beule. Außerdem sei es schwierig, die vielen möglichen Erkrankungen richtig einzuschätzen. Der Rat des Hausarztes kann hier sehr hilfreich sein. Sollten Angehörige oder Betreuer einmal für den Patienten entscheiden müssen, dann geben ihnen die genauen Anweisungen in einer Patientenverfügung die nötige Sicherheit. „Im Nachhinein ist man froh vorgesorgt zu haben“, so eine Teilnehmerin am Ende des Informationsabends.

KONTAKT

Ihr Ansprechpartner:
Heribert Frieling
Postfach 12 20
56588 Waldbreitbach

Telefon: 02638 925-140
Mobil: 0171 9714955
E-Mail: info(at)marienhaus.de