Patientenverfügungen geben Sicherheit

Informationsveranstaltung im St. Pantaleon Seniorenzentrum in Unkel

Bernd Kretschmann, der Leiter des St. Pantaleon Seniorenzentrums in Un-kel, (links) und Georg Beule von der Stabstelle Ethik und Werte der Ma-rienhaus Stiftung freuten sich über rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Ende Februar zum Informationsabend rund um Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung gekommen waren.

18.03.2014

Unkel. Was passiert, wenn ich ins Krankenhaus muss und nicht mehr ansprechbar bin? Wer entscheidet, wenn ich im Alter nicht mehr selbst meinen Willen äußern kann? „Für fast jeden Fall kann man eine persönliche Regelung festlegen“, so Georg Beule. Der Theologe von der Stabsstelle Ethik und Werte der Marienhaus Stiftung informierte Ende Februar im St. Pantaleon Seniorenzentrum über die Möglichkeiten einer Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zu diesem Informationsabend gekommen, den die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung und das Seniorenzentrum organisiert hatten. Ihnen erklärte Beule, was sie zu beachten haben, wenn sie festlegen möchten, was mit ihnen im Krankheitsfall oder am Lebensende geschieht. Mit einer Vorsorgevollmacht kann man beispielsweise eine oder mehrere Personen bestimmen, die für einen entscheiden, wenn man selbst seinen Willen nicht mehr ausdrücken kann. Zusätzlich bietet eine Patientenverfügung die Möglichkeit festzuschreiben, wie Ärzte, Angehörige und Betreuer in konkreten Situationen zu entscheiden haben. Dabei sollte man seine Vorstellungen vorsichtig und überlegt formulieren. „Wenn ich gesund bin, weiß ich vielleicht nicht zu hundert Prozent, was ich wirklich in der entsprechenden Lage möchte“ erläuterte Beule. Außerdem sei es schwierig, die vielen möglichen Erkrankungen richtig einzuschätzen. Der Rat des Hausarztes kann hier sehr hilfreich sein. Sollten Angehörige oder Betreuer einmal für den Patienten entscheiden müssen, geben ihnen genaue Anweisungen in einer Patientenverfügung die nötige Sicherheit.

 

 

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