„20 Jahre Mitmenschlichkeit und Hilfe für schwerstkranke Menschen“

Das St. Jakobus Hospiz feierte sein 20-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Saarbrücker Schloss

Die Hospiz-Mitarbeiter „leben menschliche Solidarität“, so Schwester M. Basina Kloos. Foto: Heribert Frieling

18.06.2014

Saarbrücken. 20 Jahre St. Jakobus Hospiz – das sind „20 Jahre Mitmenschlichkeit und Hilfe für schwerstkranke Menschen“, wie Andreas Bock in seiner Begrüßungsansprache feststellte. Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung erinnerte beim Festakt Mitte Juni im Saarbrücker Schloss auch daran, dass der Start vor 20 Jahren kein einfacher gewesen sei; denn wie die hospizliche Arbeit finanziert werden sollte, das war damals noch gar nicht geklärt. So haben die vier Gesellschafter – also die Barmherzigen Brüder aus Trier, die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken, die Heilig-Geist-Schwestern aus Koblenz und die Marienhaus GmbH – die Finanzierung sichergestellt. „Wie gut, dass wir durchgehalten haben“, unterstrich Andreas Bock, dass sich dieses Wagnis gelohnt hat.

 

Dem pflichtete der saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm in seinem Grußwort absolut zu. „Die Saat, die Sie gesät haben, ist aufgegangen“, lobte er. Die Arbeit, die die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisteten, sei eine ganz besondere; denn „sie geben Würde und Zuwendung bis zuletzt.“ – Das unterstrich auch Schwester M. Basina Kloos in ihrem Grußwort. In den Augen der Vorsitzenden der Marienhaus Stiftung kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur um die bestmögliche Versorgung der Schwerstkranken und Sterbenden, sondern „leben vielmehr menschliche Solidarität.“

 

Wenn es um die Palliativpflege und die Palliativmedizin geht, so Schwester M. Basina, dann habe das St. Jakobus Hospiz im Saarland Pionierarbeit geleistet. Ohne das St. Jakobus Hospiz gäbe es die SAPV (also die Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgung) im Saarland nicht – oder zumindest nicht in dieser „vorbildlichen und flächendeckenden Form“. Neben der SAPV sei das St. Jakobus Hospiz auch noch ein Leuchtturm-Projekt in der palliativen Versorgung von Kindern.

 

Dabei, so führte sie ihren Zuhörern vor Augen, hat alles vor 20 Jahren klein angefangen. Waren es damals drei, so kümmern sich heute 70 haupt- und 180 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um schwerstkranke und sterbende Menschen. Das St. Jakobus Hospiz unterhält fünf SAPV-Teams – vier eigene und das für die Kreise Neunkirchen und St. Wendel. Und drei ambulante Hospizdienste – in Saarbrücken und Völklingen, und den Kinderhospizdienst.

 

Dieser Kinder-Hospizdienst Saar ist ein Gemeinschaftsprojekt des ambulanten Hospizes St. Josef Neunkirchen, des ambulanten Hospizes St. Michael Völklingen und des St. Jakobus Hospizes. Und ist damit ein gutes Beispiel für Kooperationen und Netzwerke, die gerade in der hospizlichen Arbeit so wichtig und entscheidend für Akzeptanz und Erfolg sind.

 

Dieser Erfolg hängt wesentlich auch ab von dem bürgerschaftlichen Engagement und damit der Akzeptanz in weiten Kreisen der Bevölkerung. Dafür steht beim St. Jakobus Hospiz sicherlich beispielhaft der Förderverein, der 401 Mitglieder zählt, die Einrichtung seit 1997 begleitet und nach Kräften unterstützt – finanziell wie ideell, dort auch und gerade bei der Öffentlichkeitsarbeit.

 

Das St. Jakobus Hospiz, so das Resümee von Schwester M. Basina, hat in den 20 Jahren seines Bestehens viel Gutes getan und auch viel erreicht, „um die hospizliche Kultur in unserem Lande zu initiieren, zu implementieren und schlicht (vor)-zuleben.“ Hierbei – da sprach sie für die vier Gesellschafter– werde man das St. Jakobus Hospiz auch in Zukunft nach Kräften unterstützen. „Dieser Aufgabe und Verantwortung stellen wir uns gerne und voller Überzeugung.“

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