Respekt und Anerkennung für ihren selbstlosen Einsatz

Die Hospizgruppe St. Michael und das Ambulante Hospiz St. Michael feierten 15 Jahre Hospizarbeit in Völklingen

Wenn es um Sterben und Tod geht, darf auch herzhaft gelacht werden. Klaus Aurnhammer – hier im Gespräch mit Sabine Ruppert-Fürstos, der Oberin des Marienhaus Klinikums Saarlouis-Dillingen – ist dafür der beste Beweis.

30.09.2014

Völklingen. 1999 gründete sich die Hospizgruppe St. Michael, daraus erwuchs rund fünf Jahre später das gleichnamige Ambulante Hospiz. Folgerichtig feierten beide Ende September 15 Jahre Hospizarbeit in Völklingen. Obwohl, aber daraus macht niemand der Beteiligten einen Hehl, die Anfänge der Hospizarbeit in Völklingen eigentlich bis in den Anfang der 1990er Jahre zurückreichen, als im St. Michael-Krankenhaus (übrigens gefördert als Bundesmodellprojekt) eine Palliativstation eingerichtet wurde. Damals dort Chefarzt der Inneren Abteilung und heute Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins, womit sich dann der Kreis wieder schließt: Dr. Dietrich Wördehoff. Gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer und dessen evangelischen Amtsbruder (bald kam dann noch Krankenhaus-Seelsorger Klaus Aurnhammer hinzu) war er letztlich einer der Geburtshelfer der Hospizgruppe St. Michael.  

Getragen und geleistet wird die Hospizarbeit in Völklingen von zwei haupt- und 45 ehrenamtlichen Hospizkräften, die ihre Zeit, Kraft und Begabungen für schwerstkranke Mitmenschen einsetzen. Sie sind vorbildlich vernetzt und eingebunden in ein großes Netzwerk von Kooperationspartnern. Ansonsten wäre es auch wohl kaum denkbar, dass man – so war es im Vorjahr – mehr als 200 Menschen auf ihrem letzten Stück Lebensweg begleitet hat. Mitgetragen und dadurch angebunden an den Träger ist das Hospiz über das St. Jakobus Hospiz in Saarbrücken und das Marienhaus Klinikum Saarlouis-Dillingen.

Auch wenn es das kleinste der Hospize ist, so hat das Ambulante Hospiz St. Michael in den Jahren seines Bestehens doch einiges erreicht. Das wurde deutlich in den Interviews, die Klaus Aurnhammer in gewohnt lockerer Manier führte. So unterstrich Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig, welch unverzichtbare Arbeit die Hospiz-Mitarbeiter leisten; so zollte Schwester Marianne Meyer für die Marienhaus Unternehmensgruppe besonders den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Respekt und Anerkennung für ihren selbstlosen Einsatz. Und Paul Herrlein vom St. Jakobus Hospiz unterstrich, dass die Hospizarbeit in den letzten Jahren zwar viel Boden gut gemacht habe, sich gerade aber in der ambulanten palliativen Betreuung noch einiges tun müsse.

Dass es aber auch, wenn die Lebensuhr unerbittlich abläuft, sinnvolles Leben gibt (Sinn – voll leben! lautete auch das Motto des Abends) das wurde Ende September in Völklingen wieder einmal sehr eindrucksvoll deutlich.

KONTAKT

Ihr Ansprechpartner:
Heribert Frieling
Postfach 12 20
56588 Waldbreitbach

Telefon: 02638 925-140
Mobil: 0171 9714955
E-Mail: info(at)marienhaus.de