Entscheidend ist immer der Wille des Patienten

Das Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus und die Waldbreitbacher Hos-piz-Stiftung hatten zu einem Informationsabend über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung eingeladen

Um Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ging es bei der Infor-mationsveranstaltung, zu der das Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus in Neustadt/Wied und die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung eingeladen hatten. Dazu referierte Georg Beule (links im Bild). Unser Bild zeigt ihn zusammen mit (von links) Karla Meirich, der Pflegedienstleiterin des Hauses, Christoph Drolshagen, dem Vorsitzenden der Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung und Einrichtungsleiter Bernard Stammer.

23.05.2016

Neustadt/Wied. Was passiert, wenn ich schwer krank werde und meinen eigenen Willen nicht mehr äußern kann? Werde ich dann womöglich ohne meine Zustimmung von Maschinen künstlich am Leben erhalten? Wer entscheidet dann, was mit mir geschieht? – Antworten auf diese und viele andere Fragen zu geben, die sich nicht nur ältere Menschen stellen, war das Ziel der Informationsveranstaltung über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, zu der das Alten- und Pflegeheim St. Josefshaus und die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung in der vergangenen Woche eingeladen hatten.

Der Theologe Georg Beule – er leitet die Stabsstelle Ethik und Werte der Marienhaus Stiftung – erläuterte den Zuhörern, was sie bei einer Vorsorgevollmacht und einer Patientenverfügung zu beachten haben. Grundsätzlich gilt: Der Wille des Patienten ist immer entscheidend, auch an seinem Lebensende. Nur muss dieser auch klar ersichtlich sein. Deshalb empfahl Beule seinen Zuhörern, sie sollten mit ihren Angehörigen offen darüber sprechen und zusätzlich in einer Patientenverfügung schriftlich niederlegen, wie mit ihnen in einer medizinisch aussichtslosen Situation verfahren werden solle. Mindestens genauso notwendig und sinnvoll ist in seinen Augen eine Vorsorgevollmacht, weil hiermit eine Vertrauensperson ermächtigt wird, im Sinne des Patienten zu handeln. Zusammen stellen diese beiden Instrumente sicher, dass der Patient keine Angst davor haben muss, gegen seinen Willen beispielsweise künstlich am Leben erhalten zu werden.

KONTAKT

Ihr Ansprechpartner:
Heribert Frieling
Postfach 12 20
56588 Waldbreitbach

Telefon: 02638 925-140
Mobil: 0171 9714955
E-Mail: info(at)marienhaus.de