Mit einer festlichen Veranstaltung feierte unser Hospiz sein 25-jähriges Bestehen. Durch den Vormittag führte Joachim Weyand vom Saarländischen Rundfunk – professionell, herzlich und mit großem Gespür für die Hospizarbeit.
Gleich zu Beginn teilte Stephan Wahl, katholischer Priester, der seit vielen Jahren in Ostjerusalem lebt, seine bewegenden Gedanken. Er erinnerte daran, dass Sterben nicht immer in Geborgenheit möglich ist, und richtete einen eindringlichen Appell an die Akzeptanz jedes Menschen in seiner persönlichen und geschlechtlichen Identität.
In Form eines fiktiven Nachrufs stellten sich Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung, Landrat Udo Recktenwald, Bürgermeister Peter Klär und Andrea Tokarski, Geschäftsbereichsleitung Hospize der Marienhaus GmbH, der Frage: „Was wäre, wenn es uns nicht gäbe?“
Ein Blick zurück zeigte: Vor 25 Jahren waren die Voraussetzungen in der Hospizarbeit ganz andere. Viel Engagement, Mut und Beharrlichkeit waren nötig, um das Hospiz Wirklichkeit werden zu lassen. Einige Wegbegleiter von damals – Schwester Basina, Dr. Thomas Kleist, Armin Lang, Paul Herrlein waren da und der frühere Geschäftsführer Winfried Schäfer ließ die Erinnerung daran aufleben.
Bilder aus 25 Jahren, begleitet von der wunderbaren Musik von Basically Vocals (Joyce und Sven Sommer), ließen diese Entwicklung lebendig werden.
Ein starkes Zeichen setzte das Statement: „Vielfalt braucht Demokratie!“ Unter der Moderation von Joachim Weyand diskutierten Simone Nießing (Vorsitzende LAG Hospiz Saarland), Jörn Didas (Adolf-Bender-Zentrum, Antirassismusbeauftragter des Saarlandes), Dieter Schmidt (Schwulenberatung Berlin) sowie unsere Palliative-Care-Fachkraft und stellvertretende Pflegedienstleiterin Nadine Künzer-Müller. Besonders eindrucksvoll fasste Jörn Didas - sinngemäß - zusammen:
„Ich setze mich ein für Demokratie und Vielfalt, weil ich möchte, dass meine Kinder als freie, selbstbestimmte Menschen in einer toleranten und friedlichen Welt leben.“
Ein weiteres Highlight war die Vorstellung unseres selbst kreierten Buches „Kräuter.Vielfalt.Leben“, mit Rezepten von unserem Küchenchef sowie Anregungen für die Aromapflege von unseren Palliative Care Fachkräften.
Für große Freude sorgte auch die Überraschung von Hermann Scharf: Ein Spendenscheck der Stiftung Lebensabend über 5.000 € für unser Team.
Am Ende fiel die Anspannung der letzten Wochen von uns ab. Gemeinsam mit unseren Gästen und allen Mitwirkenden erlebten wir beim mitreißenden Schlusslied „I am what I am“, vorgetragen von Joyce, einen bewegenden Abschluss auf der Bühne.
Im Anschluss blieb Zeit zum Netzwerken, Plaudern, Essen und Trinken, für Fotos und zum Entdecken der liebevoll gestalteten Mitarbeitenden-Steckbriefe. Der Büchertisch von Buch & Papier Klein lud zum Stöbern ein, und unsere Gäste konnten die während der Feier beschrifteten „Löffel“ – persönliche Wünsche unter dem Motto „Was wünsche ich mir, wenn ich den Löffel abgebe?“ – abgeben.
Ein Tag voller Erinnerungen, Begegnungen und Zuversicht.
Im Rahmen des Jubiläums ist ein Kräuterkochbuch entstanden. Wer Interesse hat, kann es im Hospiz Emmaus für 20,00€ erwerben unter: info@hospizemmaus.de.






































