Entscheidend ist immer der Wille des Patienten

Das St. Pantaleon Seniorenzentrum und die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung hatten zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung eingeladen

Um Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ging es bei der gemeinsa-men Informationsveranstaltung des St. Pantaleon Seniorenzentrums und der Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung. Dazu referierte Georg Beule (links im Bild), der Leiter der Stabsstelle Ethik und Werte. Unser Bild zeigt ihn zu-sammen mit Heimleiter Christof Tinten (rechts im Bild) und Christoph Drolshagen, dem Vorsitzenden der Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung. FOTO: Heribert Frieling

25.11.2011

Unkel. Was passiert, wenn ich schwer krank werde und meinen eigenen Willen nicht mehr äußern kann? Werde ich dann womöglich ohne meine Zustimmung von Maschinen künstlich am Leben erhalten? Wer entscheidet dann, was mit mir geschieht? – Antworten auf diese und viele andere Fragen zu geben, die sich nicht nur ältere Menschen stellen, war das Ziel der Informationsveranstaltung über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, zu der das St. Pantaleon Seniorenzentrum und die Waldbreitbacher Hospiz-Stiftung Ende Oktober eingeladen hatten.

Der Theologe Georg Beule – er leitet die Stabsstelle Ethik und Werte in der Trägerschaft – erläuterte den Zuhörern, was sie bei einer Vorsorgevollmacht und einer Patientenverfügung zu beachten haben. Grundsätzlich gilt: Der Wille des Patienten ist immer entscheidend, auch an seinem Lebensende. Nur muss dieser auch klar ersichtlich sein. Deshalb empfahl Beule seinen Zuhörern, sie sollten mit ihren Angehörigen und nahestehenden Menschen offen darüber sprechen und zusätzlich in einer Patientenverfügung schriftlich niederlegen, wie mit ihnen in einer medizinisch aussichtslosen Situation verfahren werden solle. Auch eine Vorsorgevollmacht ist in seinen Augen notwendig und sinnvoll, weil hiermit eine Vertrauensperson ermächtigt wird, im Sinne des Patienten zu handeln. Zusammen stellen diese beiden Instrumente sicher, dass der Patient keine Angst davor haben muss, gegen seinen Willen beispielsweise künstlich am Leben erhalten zu werden.

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