Gedenkgottesdienste eine Möglichkeit des Abschieds

Karin Michels, die Vorsitzende des Neuwieder Hospiz e.V. lud die Teilnehmer der Gedenkgottesdienste ein, einmal gemeinsam still zu werden und an die Zeit mit den Verstorbenen zu denken.

25.11.2011

Neuwied / Neustadt (Wied). In Gedenkgottesdiensten hat das Ambulante Hospiz Neuwied Mitte November in der Neuwieder Feldkirche und eine Woche zuvor in Kloster Ehrenstein an alle Menschen gedacht, die die Mitarbeiter des Hospizes in diesem Jahr in ihrem Sterbeprozess begeleitet haben. Für die Angehörigen und Freunde der Verstorbenen, aber auch für sich selbst bieten die Hospizhelfer seit vielen Jahren Gedenkfeiern als ein Ritual des Abschieds an. In einem passenden musikalischen Rahmen haben die jeweils rund 40 Besucher in den Feiern gemeinsam gebetet und gesungen. Eine Meditation machte anhand einer Metapher deutlich, dass der Tod zum Kreislauf des Lebens gehört: Ein Baum erlebt nicht nur Frühling, Sommer und Herbst, sondern auch den Winter. „Alles hat seine Zeit“ – wie der Tod.

„Auch wenn das Leben immer weiter geht – manchmal muss man innehalten.“ Mit diesen Worten lud Karin Michels, die Vorsitzende des Neuwieder Hospiz e.V. die Teilnehmer ein, einmal gemeinsam still zu werden und an die Zeit mit den Verstorbenen zu denken. Dazu hatten die Angehörigen und Freunde besonders Gelegenheit, als alle 54 Namen der Menschen vorgelesen wurden, die im vergangenen Jahr begeleitet durch das Neuwieder Hospiz verstorbenen sind. Zu jedem Namen zündeten Mitarbeiter eine Kerze an und stellten sie vor den Altar; am Ende des Gottesdienstes wurden die Kerzen an die Angehörigen verteilt. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, um im Anschluss bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen noch eine Weile zusammen zu sitzen und sich mit anderen Hinterbliebenen oder den Mitarbeitern des Hospizes in entspannter Atmosphäre auszutauschen.

KONTAKT

Ihr Ansprechpartner:
Heribert Frieling
Postfach 12 20
56588 Waldbreitbach

Telefon: 02638 925-140
Mobil: 0171 9714955
E-Mail: info(at)marienhaus.de