Raum für menschenwürdiges Sterben

Mit einem Gottesdienst und einem Festakt feierte das Franziskus-Hospiz 25 Jahre Hochdahler Hospizarbeit

Sie feierten mit vielen Gästen 25 Jahre Hospizarbeit in Hochdahl: Christa Garvert, die Vorsitzende des Aufsichtsrates der Marienhaus Unternemensgruppe, und Andreas Feller, der Vorsitzende des Franziskus-Hospiz e.V. Hochdahl, die gemeinsam Gesellschafter der Franziskus-Hospiz Hochdahl GmbH sind; Klaus Aurnhammer, Seelsorger auf der Palliativstation des Marienhaus Klinikums Saarlouis, der den Festvortrag hielt; Christoph Drolshagen, der Geschäftsführer des Franziskus-Hospizes; und Thomas Hendele, der Landrat des Kreises Mettmann (auf unserem Bild von links). Foto: Heribert Frieling

18.06.2014

Erkrath-Hochdahl. Ist es nicht ein Wunder, dass damals (das war gegen Ende der 80er Jahre) so viele Menschen in Hochdahl gleichzeitig die Notwendigkeit sahen, dass etwas für schwerstkranke und sterbende Menschen getan werden müsse, und das Bedürfnis verspürten, sich persönlich dafür zu engagieren? – Es waren, so erinnerte Christoph Drolshagen seine Zuhörer, schon einige glückliche Fügungen, die dafür sorgten, dass die Hospizarbeit in Hochdahl Fuß fassen und sich so nachhaltig entwickeln konnte. Denn damals, so der Geschäftsführer des Franziskus-Hospizes, gab es für Hospizarbeit weder ausreichend Konzepte noch gar Finanzierungsstrukturen. Das hat all diejenigen in Hochdahl, die von der Hospizidee begeistert waren, nicht schrecken können. Und so feierte man Anfang Mai mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Festakt im Lokschuppen von Erkrath-Hochdahl 25 Jahre Hochdahler Hospizarbeit.

Die geht zurück auf eine Initiative der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde, die als Mitstreiter und Partner die Waldbreitbacher Franziskanerinnen gewinnen konnten. Dass die Zeit reif für diese Initiative war, zeigte sich bei der Gründungsversammlung des ökumenischen Vereins Franziskus-Hospiz am 27. Januar 1989, als mehr als 140 Bürgerinnen und Bürger der Einladung folgten.

Heute zählt der Franziskus-Hospiz-Verein weit mehr als 800 Mitglieder und trägt zusammen mit der Marienhaus Unternehmensgruppe das Bundesmodellprojekt Franziskus-Hospiz Hochdahl mit seinen ambulanten und stationären Diensten. Es ist dies eine Partnerschaft auf Augenhöhe, wie beide betonen. Für Andreas Feller, den Vorsitzenden des Vereins, ist es zugleich auch „gelebte Bürgerverantwortung“; eine breite Bürgerbewegung, die getragen ist von christlichen Werten und zutiefst davon überzeugt ist und alles dafür tut, dass im Leben wieder mehr Raum für menschenwürdiges Sterben ist.

„Hier geschieht gelungenes Leben“, unterstrich auch Christa Garvert in ihrem Grußwort. Garvert, die den Gesellschafter Marienhaus vertrat, machte deutlich, dass es „ein Gebot der Nächstenliebe und ganz im Geiste der Ordensgründerin Mutter Rosa“ sei, schwerstkranke und sterbende Menschen auf dem letzten Stück ihres Lebensweges zu begleiten und ihnen bis zuletzt ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Wer sich in dieser Weise für seine Mitmenschen einsetzt, der hinterlässt Spuren des Lebens, so wie es der Fingerabdruck des Aktionslogos zu 25 Jahre Hochdahler Hospizarbeit eindrücklich bezeugte.

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